AfD- Führung: Maulkorb für die breite Basis? Wird die AfD überflüssig?

Die AfD befindet sich mitten in einem Richtungskampf. Auf der einen Seite die Wirtschaftsliberalen, Lucke, Henkel und Starbatty, auf der Anderen, Gauland, Höcke und wohl ein sehr großer Teil der Mitglieder und Wähler. Die von den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke verfasste  Erfurter Resolution, die den Weg der AfD  von einer echten Alternative zu den deutschen Einheitsparteien in Gefahr sieht, folgte postwendend eine von Henkel, Starbatty & Co. verfasste Deutschland Resolution.

Henkel fordert von den Unterstützern der Erfurter Resolution einen Parteiwechsel, was bedeuten könnte, dass die AfD die meisten Mitglieder verlieren könnte. Bereits beim Parteitag 2014 in Erfurt stimmte eine breite Mehrheit gegen Russlandsanktionen und kurze Zeit später stimmten Lucke, Henkel und Starbatty im EU-Parlament für Sanktionen gegen Russland. Sie sind damit der Basis in den Rücken gefallen und haben der AfD schwer geschadet.

Henkel bezeichnet die Erfurter Resolution, sowie Kritik an der westdeutschen Führungsspitze als dauernde Querschüsse aus dem Osten, die sich negativ auf die Hamburgwahl ausgewirkt haben und der FDP stimmen gebracht habe. Es wird wohl eher umgekehrt sein. Warum soll der Wähler nicht das Original FDP wählen, anstatt bei der in Westdeutschland farblosen liberalen AfD. Sollte die Clique um Henkel & Co. den weiteren Kurs der AfD bestimmen, wird sich die AfD zu Gunsten der Blockparteien in Luft auflösen. Eine wahre Alternative ist beim liberalen Wirtschaftsflügel  nicht mehr erkennbar.

Beide Flügel werden gebraucht, sonst fliegt der AfD-Vogel nicht!

Wird der konservative Flügel abgesondert verliert die AfD ihre Identität mit der sie als Bürgerbewegung bei den Wahlen angetreten ist. Es reicht nicht wenn Wirtschaftsprofessoren und ein Industrielobbyist den Ton angeben und die breite Masse der Nichtwähler hinter sich lassen. Die AfD hat nur eine Change und zwar die Unzufriedenheit der Bürger, die durch den Berliner Elfenbeinturm erzeugt wurde, ernst zunehmen. Russlandsanktionen, TTIP-Unterstützung, das Schönreden des Kopftuchurteils und die Anbiederung an Merkels CDU, zwecks Koalitionsmöglichkeit, stürzt die AfD in den politischen Tod. Der heutige Noch-AfD-Wähler wird entweder wieder CDU und FDP wählen, oder wieder zum Nichtwähler werden.

Henkel greift harsch seine Widersacher an und spaltet die Partei

Henkel in der JF:

„Wenn wir erfolgreich bleiben wollen, dann nur als wahre Volkspartei und nicht als sektiererische Rechtsaußenpartei, die sich auf völkisches Gedankengut reduziert und Ausländerfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Opposition gegen die verbreitete ‘Political Correctness’ im Land in Kauf nimmt. Eine Partei, die nach dem Gusto der ‘Erfurter Erklärung’ gestrickt wird, hätte – mit Ausnahme von vielleicht Niedersachsen – null Chancen sich in einem westlichen Bundesland oder gar im Bund insgesamt durchzusetzen.“

Wer die Erfurter Resolution gelesen hat, weiß, das Henkels Anschuldigungen haltlos sind und die Partei sprengen werden. Will er das? Kann sein, die AfD ist, wenn sie auf Kurs bleibt in der Lage in Deutschland die Politik zu ändern. Allerdings nicht als Koalitionspartner der CDU, denn das würde lediglich den Amtsträgern die Pfründe sichern. 5% reichen, um ein Ministeramt zu erhaschen. Der andere Weg kann zu ernstzunehmenden Wahlergebnissen bis zu 30% führen, die den Blockparteien das Grausen lehren.

Es muss endlich Schluss sein mit der Political Correctness und der Anbiederung an das Gutmenschentum. Fehlt nur noch dass Lucke sagt:“Der Islam gehört zu Deutschland“. Dann sollen Lucke, Henkel und Co. besser aus der AfD austreten und zurückgehen wo sie hergekommen sind- in die CDU! Stattdessen wollen sie die, die frischen Wind in die deutsche Politik bringen den Selben aus den Segeln nehmen und zum Parteiaustritt bewegen.

Das Gegenteil ist der Fall

Henkel & Co. sollten ihre Sachen packen, oder sich auf das beschränken wo sie sich mit auskennen – in Wirtschaftsfragen, allerdings nur, wenn sie sich für den Bürger einsetzen und nicht für internationale Konzerne und Finanzmafia. Sonst könnte man fast ahnen, dass die Bilderberger grüßen lassen um die AfD zu Gunsten der FDP zu zerlegen. Der Bilderberger Patrik Lindner würde sich freuen. Die Bürgerschaftswahlen in Hamburg haben gezeigt, wohin der eingeschlagene AfD-Weg führt. Viele Mitglieder der AfD kommen aus der FDP und sind zurückgekommen. Die FDP zog an der AfD in Hamburg vorbei und diese zitterte um den Einzug in die Bürgerschaft. Henkel gab jedoch den Konservativen seiner Partei daran die Schuld. Nein, die Nichtwähler konnten nicht aktiviert werden, die eh schon Liberalen wählten lieber gleich das Original: Die FDP!

Erfurter Resolution des konservativen Flügel der AfD

Deutschland Resolution der FDP 2.0   AfD-Wirtschaftsliberalen

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