Offener Brief an den Chefredakteur der ZEIT zur AfD Berichterstattung

Offener Brief an den Chefredakteur der ZEIT

Di, 22 Okt 2013

Herrn Jochen Wegner, Chefredakteur DIE ZEIT

Sehr geehrter Herr Wegner,

am 21.10.2013 brachten Sie einen Artikel über die gegenwärtige Regierungssituation, der nicht so ganz stimmt. Schon die Überschrift ist falsch: „Die AfD bestimmt den Europa-Kurs“. Leider ist das nicht der Fall. Die Verwendung des Ausdrucks „EU-Skeptiker“ ist auch falsch. Augenscheinlich haben Sie den Unterschied zwischen einem Staatenbund und einem Bundesstaat nicht verstanden. Die EU ist ein Staatenbund. Wir wollen keinen europäischen Bundesstaat, der nur als sozialistische Diktatur denkbar ist.

Falsch ist die Behauptung, die AfD hätte einen Schrecken eingejagt. Wie kann die Gründung einer Partei durch Fachleute auf dem Gebiet der Nationalökonomie Schrecken einjagen? Sie sprechen von „Milliarden-Hilfskredite an die überschuldeten Länder wie Griechenland“. Das ist falsch. Es handelt sich um Schenkungen.

Falsch ist Ihre Behauptung, „dass die Euro-Zone die Krise bisher einigermaßen schadlos überstanden hat“. Wenn die Banken die Krise schadlos überstanden haben, bedeutet das nicht, daß auch die einfache Bevökerung die Krise schadlos überstanden hätte. Außerdem ist die Krise nicht vorbei.

Sie rechnen mit einer „Fortsetzung des Schuldenabbaus in Europa“. Wie naiv! Verteilung von Schulden ist kein Schuldenabbau. Sie verdrängen, daß Frau Merkel gesetzwidrig die No-Bail-Out-Klausel der europäischen Verträge außer Kraft gesetzt hat. Die deutsche Staatsverschuldung ist unter Frau Merkel um über 1 Billion Euro gestiegen.

Sie hoffen darauf, daß die neuen Koalitionspartner sich „auf zusätzliche Maßnahmen verständigen, um das Wachstum in den Krisenländern zu stimulieren“. Welch eine Illusion! Die Fachleute rechnen uns vor, daß ein Wirtschaftswachstum Griechenlands innerhalb der Euro-Zone nicht möglich ist.

Sie hoffen auf den Nutzen einer Finanztransaktionssteuer. Wenn diese Nutzen erwarten ließe, würde nicht der IWF eine 10prozentige Schuldensteuer auf alle Sparguthaben fordern.  Die ZEIT hat die AfD vor der Wahl bekämpft, was ich bedaure, obwohl ich nicht Mitglied bin. Vertrauen habe ich zu der ZEIT nicht. Kopien schicke ich an etwa 600 Verantwortungsträger.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner

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