Wozu Betrittsverhandlungen mit der Türkei?

Eine Regierung, die nicht parteikonforme Bürger mit der Geheimpolizei verfolgt, Ärzte die Opfern helfen wollen einsperrt und mit Gummiknüppeln auf den Kopf schlägt, Leute verhaftet, die bei Twitter ihre Meinung äußern verhaftet, hat nichts in der EU verloren.

Die Türkei ist gespalten in eine moderne und eine islamische Gesellschaft, wobei die islamische überwiegt. Die Türkei besteht nicht nur aus  Istambul, Ismir & Co., der größte Teil ist der asiatische, der von einer archaischen, islamischen Bevölkerung dominiert wird. Bei Neuwahlen würde die islamische AKP erneut die absolute Mehrheit erreichen, was keine Änderung der bisherigen Politik erwarten lässt.

Allein die Frechheit der deutschen Regierung verbieten zu wollen sich zu den Aufständen zu äußern, wie heute durch den türkischen EU-Aussenminister geschehen, zeigt die Fratze eines alles und jeden dominierenden Fascho-Staates. Merkel wurde gewarnt die EU-Beitrittsverhandlungen und die Ausschreitungen nicht als Wahlkampfthema zu nutzen. Für mich ein Zeichen erneuter  Einmischung in die inneren Angelegenheiten Deutschlands und ein Schlag ins Gesicht freier Meinungsäußerung.

Hier der Wortlaut des EU-Ministers Egemen Bağış.

„Wenn Frau Merkel ein Thema sucht, welches sie innenpolitisch ausschlachten möchte, dann sollte das nicht die Türkei sein. Ich erinnere sie daran, was mit Sarkozy passiert ist, der ebenfalls diesen Weg beschritten hatte. Diejenigen, die sich mit der Türkei anlegen, erwartet kein gutes Ende.“

Wenn wir uns von der Türkei das Maul verbieten lassen, hat Erdogan gewonnen und Deutschland sich erneut unter einer Diktaur, diesmal eine islamische,  unterworfen. Wo der  Islam herrscht, herrscht Krieg und Unterdrückung nicht nur gegen Andergläubige sondern auch untereinander.

Eine Aufnahme der Türkei in die EU würde bedeuten, dass der muslimische Anteil an der EU-Bevölkerung  sich über Nacht verdoppeln würde. Eine ungehinderte Armutseinwanderung aus der Türkei, aber auch aus anderen der Türkei angrenzenden islamischen Staaten wäre zu erwarten.

Eine übermächtige Türkei unter Erdogan im EU-Parlament stellt jede gesellschaftliche Weiterentwicklung des Euroraumes in Frage. Stattdessen müssen wir mit einer Islamisierung ungeahnten Ausmaßes rechnen mit allen Konsequenzen.

Erdogan macht keinen Hehl daraus, was er von seinem Volk erwartet. Kopftuchzwang, kein Kuss in der Öffentlichkeit, mindestens drei Kinder, Alkoholverbot und vorallem keine Kritik an seiner Macht.

Da kommen Erinnerungen hoch, die uns Deutschen immer noch in den Knochen sitzen und uns zu Untermenschen degradieren wegen unseres schlechten Gewissens. Stehen wir vor unserer nächsten Fehlentscheidung ungeahnten Ausmaßes? Wollen wir uns erneut auf eine Diktaur einlassen, den Fehler wiederholen nur unter anderem Vorzeichen?

Wie blind müssen wir sein, wenn wir das was in der Türkei passiert nicht verstehen und jetzt wie SPD und Grüne fordern, die Beitrittsverhandlungen erst recht weiterführen. Mit einer Diktatur zu verhandeln und dabei an das Gute zu glauben ist schon einmal schiefgegangen und unterschätzt worden. Unausprechliches Leid war die Folge. Leid kann vielfältig sein! In einer Diktatur dahinzuwegetieren, die keine andere Meinung als die eigene zulässt ist kein Leben, sondern ein Dahinvegetieren!

In der Bibel steht: Sie sehen und sehen denn noch nicht, Sie hören und hören denn noch nicht.

Wie lange soll die Blindheit und Taubheit noch anhalten? Haben wir nicht schon genug gehört und gesehen? Wollen wir weiter zuschauen, wie Ärzte die Verletzte behandeln wollen verfolgt, eingesperrt und schwer verletzt werden, Leute die auf Twitter nicht einmal eine radikale Meinung vertreten wie die vielen Journalisten nach Scheinprozessen eingesperrt werden und lange Haftstrafen verbüßen müssen?

Erdogan sagt uns offen die Wahrheit was wir zu erwarten haben und das schon seit langem.

Zur Erinnerung in Originaltext:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Erdogan im April 1998

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