Brüderle polemisiert gegen AfD. Eine Gegendarstellung

In einem Artikel aus der Welt vom 27. April 2013 gibt Wolfgang Brüderle ein polemisches Interview, wo er die AfD mit Unwahrheiten diffamiert. Dem Wählersoll der Eindruck vermittelt werden, dass die AfD eine Einthemenpartei mit einem unzureichenden Wahlprogramm ist, was die wichtigsten Belange des Landes nicht beachtet.

Nahezu jedem Menschen, der mir begegnet, scheint genau diese Meinung zu vertreten, da kaum jemand das Wahlprogramm der AfD kennt. Auch sind die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Eurowährung und deren Auswirkungen auf Geber- und Nehmerländer des ESM-Vertrags nicht bekannt und sollten in einfacher Sprache dem Wähler kommuniziert werden. Hat der Wähler die Zusammenhänge verstanden, wird er einsehen, dass er von den im Bundestag vertretenen Parteien belogen wird.

Die Welt vom 27. April 2013 schreibt:

Die Welt: Wie gefährlich ist die Alternative für Deutschland, die für den Austritt aus dem Euro wirbt, für die FDP?

Brüderle: Ich verstehe die Sorgen und Ängste, aus denen sich die Europakritiker speisen, höre von ihnen aber keine Antworten. Die Beschreibung von Problemen ist noch keine Lösung. Was diese Ein-Thema-Partei fordert, wird nicht funktionieren. Wenn wir die D-Mark wieder einführen, wird sie erheblich aufwerten. Unsere Exporte würden zu teuer, und wir hätten erhebliche Einbrüche in der deutschen Wirtschaft. Folge davon wäre eine höhere Arbeitslosigkeit.

Erstens hat die AfD eine Lösung und zweitens ist sie keine Einthemenpartei. Wenn der ungehinderten Spekulation der Banken einen Riegel vorgeschoben wird, werden wir auch weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Es nützt nichts, wenn wir unsere Steuereinnahmen und Vermögen für eine Rettung von Pleitestaaten einsetzen, die erst durch den Euro wegen fehlender Auf und Abwertungsmechanismen in diese Lage geraten sind. Diese Länder haben sich mit dem bis vor Kurzem noch stabilen Euro verzockt und über ihre Verhältnisse gelebt, was ihnen ihre Wettbewerbssfähigkeit gekostet hat.

Deutschland war sparsam und hat sich mit Ausgaben und Löhnen zurückgehalten, das Renteneintrittsalter erhöht und soll jetzt die für die Rechung aufkommen. Mit dem Euro werden die schwachen EU-Staaten dauerhaft in eine Rezession geführt und bleiben chanchenlos im europäischen und internationalen Wettbewerb, weil dem Euro die Möglichkeit der Währungsanpassung durch Wechselkurse fehlt.

Die Welt: An der Spitze der neuen Partei steht ein Volkswirt. Wie kommt er zu seiner Forderung?

Brüderle: Wie gesagt, wir nehmen die Sorge um die Geldwertstabilität sehr ernst. Die AfD übersieht dabei allerdings, dass Deutschland niemals einen Sonderweg einschlagen darf. Das hat sich in unserer Geschichte immer als fatal erwiesen. Europa darf in einer globalisierten Welt nicht auseinanderbrechen, damit wir den Anschluss nicht verlieren. Die Forderung der AfD würde unseren Wohlstand und unsere Leistungsfähigkeit gefährden.

Mit dem Euro kann es keine Geldwertstabilität geben, da die schwachen Länder immer mehr Hilfen aus dem Rettungsschirm benötigen und so die Geldwertstabilität des Euro immer weiter abenimmt. Ohne die Umsetzung der Forderungen der AfD wird in absehbarer Zeit der gesamte Währungsraum zusammenbrechen. Sparguthaben, Rentenansprüche und das Sozial- und Gesundheitssystem blieben nicht verschont.

Der von Brüderle erwähnte Sonderweg wäre gegeben, wenn die AfD die Europäische Gemeinschaft generell in Frage stellen würde, was sie nicht tut. Die AfD hat erkannt, dass eine gemeinsame Währung unterschiedlich starker Einzelstaaten, Massenarbeitslosigkeit in den schwachen Ländern ausgelöst hat und diese wettbewerbsunfähig gemacht hat. Man kann nicht oft genug erwähnen, das es in den Euroländern keine wirtschaftlichen Anpassungen durch Wechselkurskorekturen gibt.

Die EU würde ohne den Euro stärker und schwache Länder hätten wieder eine Persektive wettbewerbsfähig zu werden. Der Wohlstand könnte vermehrt werden und nicht wie Brüderle behauptet Wohlstand und Leistungsfähigkeit gefährden.

Die Welt: Ist es vorstellbar, mit der Alternative für Deutschland zu koalieren?

Brüderle: Das ist völlig abwegig. Bei der AfD ist nichts klar und nichts bis zum Ende durchdacht. Zu fast allen wichtigen Themen hat sie ja gar keine Position.

Im Gegenteil: Bei der AfD ist alles klar und bis zu Ende durchdacht und zu allen wichtigen Positionen wird Stellung bezogen und eine Lösung geboten im Gegensatz der etablierten Parteien. Diese Tatsache ergibt sich aus der Besetzung der AfD mit Fachleuten, die in den etablierten Parteien fehlen.

Berufspolitiker contra Fachleute, wenn soll man mehr glauben?

Die AfD tritt nicht gegen Europa an, sondern für ein gerechtes Europa für alle EU-Bürger.

Alles steht im Wahlprogramm der AfD, man muss es nur lesen.

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